Chronik

des GTEV »Almarausch« Ostermünchen

 

Dass es diesen Verein gibt, dafür ist den 10 Gründungsmitgliedern zu danken, die zum 14. März 1920 zusammenstanden, um den Verein ins Leben zu rufen.

 

Die Gründungsmitglieder scheuten keine Mühe, den Verein in die Höhe zu bringen. Wöchentlich dreimal und manchmal noch öfters kamen sie unter der Anleitung von Johann Eder zu Plattlerproben zusammen. Das Vereinslokal war das Gasthaus zur Post in Ostermünchen.

 

Im Inngau-Trachtenverband wurde der junge Verein am 10. Juli 1920 aufgenommen.

 

Ein Jahr darauf traten mehrere Mitglieder aus dem Raum Schönau und Beyharting dem Verein bei. Daraufhin wechselte man ins Gasthaus Niggl in Beyharting. Die Trachtler aus der Gemeinde Schönau und Beyharting sind jedoch am 13. August 1921 wieder endgültig ausgetreten. Sie gründeten selber unter sich einen Verein, welcher den Namen „Eichenlaub“ Schönau führt.

 

Auch dadurch nicht entmutigt, hielt dann der Verein am 28. August 1921 sein Gründungsfest mit Preisplatteln, bei schönstem Wetter, wie das Tagebuch ausweist, ab.

 

Anschließend blieb jedoch das Buch bis Anfang 1924 leer. Der Grund dafür war der unselige Weltkrieg und die verderbenbringende Revolution und die Währungsreform.

 

Am 1. Januar 1924 erwarb der Verein von Hauptlehrer Betz dessen Theaterbühne. Der Preis betrug 300 Goldmark, abzuzahlen in 3 Jahren. Am 13. u. 20. Januar trat man dann bereits an die Öffentlichkeit durch die Aufführung des Volksstückes » Gesühnte Schuld«. Das Laienspiel hat sich die Jahre her bis jetzt mit viel Erfolg erhalten.

 

Im Jahr 1924 ist im Tagebuch auch erstmals ein Vorstand mit Alois Huber ausgewiesen. Die Jahre bis 1931 wurde es ruhiger im Verein, bedingt durch den Wegzug vieler Mitglieder.

 

Am 16. April 1932 legte die Generalversammlung das Schloß Oberrain als Vereinslokal fest. Vorstand wurde Josef Hofmann bei nun bereits wieder 52 Trachtenfreunden Wie bei einem Volksfest ging es zu, als bei der Schloßwirtschaft am 19. Juni 1932 die Plattlerbühne eröffnet wurde.

 

Im Jahre 1935 ist August Strauß zum Vorstand bestimmt worden. 35 Gastvereine gaben den Ostermünchnern die Ehre zur Weihe ihrer Fahne am 10. Juni 1935 bei wieder schönstem Wetter.

Die kommenden Jahre war der Verein dann immer sehr stark und aktiv, bis dann der Zweite Weltkrieg kam. Da mußten fast alle an die Front und viele Mitglieder opferten ihr Leben für unsere Heimat. Die, die das Glück hatten wieder nach Hause zu kommen, ließen sich nicht von der Treue zur Trachtensache und Brauchtum abhalten und begannen mit dem Neuaufbau, wie der erste Eintrag im Buch vom 24. März 1946 dies beweist.

 

Karl Strauß, der bestimmt noch vielen von den älteren Trachtlern in bester Erinnerung ist, nahm die Führung des Vereins 1950 als Vorstand in die Hand.

 

Am 18. u. 19. August 1951 feierte der Verein das 3ojährige Gründungsfest. Durch die vielen Beteiligungen an Festen und sonstigen Anlässen war die Fahne arg strapaziert worden. So entschloß sich die Vorstandschaft zu einer Reparatur der Fahne und zur entsprechenden Nachweihe am 29./30. Juni 1963. Bereits am 10./11. Juli 1965 stand für den Verei mit dem Gaufest ein großes Fest bevor. Während es noch am Samstag zum Heimatabend trostlos regnete, meinte es der Herrgott dann am Festtag mit den 2015 gekommene Trachtlern bei strahlender Sonne besser.

 

Das nächste Fest ließ nur 4 Jahre auf sich warten; am 22. Juni 1969 feierte man das 50jährige Gründungsfest.

 

Ein Feldkreuz bei Stetten stellten die Ostermünchner Trachtler 1978 auf.

 

Das 6o-jährige Gründungsfest stand am 2. August 1980 zum Feiern an. Zu diesem Anlaß konnte eine neue 2. Fahne geweiht werden. Aus Nah und Fern waren 2500 Trachtler gekommen und gaben dem Verein die Ehre.

 

 

 

Am 07./08. Juli 1990 wurde im Zusammenhang mit dem 70jährigen Gründungsfest wieder das Gaufest des Bayr. Inngau-Trachtenverbandes ausgerichtet.

 

Seit 1982 nennt man einen schön bemalten Truhenwagen sein eigen. Er wird bei den Leonhardifahrten immer wieder von den Besuchern bewundert.

 

Albert Strauß übernahm am 7. Juni 1974 die Verantwortung für den Verein bis im Jahr 2003 ein schwerer Schicksalsschlag einen Wechsel des 1. Vorstandes erforderlich machte. Sepp Lausch leitete seither die Geschicke des Vereins. Albert Strauß wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Er verstarb am 20.12.2007.

 

Am 27.11.2009 übernahm Brigitte Kiemer – als erste Frau im Bayr. Inngau-Trachtenverband – die Leitung des Vereins.

 

Heute zeigt sich der Verein mit mehr als 500 Mitgliedern. Viel Wert wird auf eine starke Trachtenjugend sowie auf die Volksmusikpflege gelegt.