Berührendes Volksstück auf die Bühne gebracht

Der Trachtenverein GTEV Almarausch Ostermünchen und das Theater Ostermünchen feierten eine erfolgreiche Premiere des Volksstücks „Kein Platz für Idioten“ von Felix Mitterer. Das Stück basiert auf wahren Begebenheiten.

Gelungene Premiere beim Trachtenverein GTEV Almarausch Ostermünchen und dem Theater Ostermünchen für das Volksstück „Kein Platz für Idioten“ von Felix Mitterer: Theaterleiter Harry Filipitsch hatte diesmal das Volksstück „Kein Platz für Idioten“ von Felix Mitterer ausgesucht. Es ist das Erstlingswerk des österreichischen Dramatikers und Schauspielers. Die Uraufführung erfolgte bereits im September 1977.

Die Möllinger Bäuerin (Alex Stürzer) mit dem Plattl Hans (Harry Filipitsch). Unterm Tisch der kleine Wastl (Matthias Lechner)

Das Besondere dabei: Die Handlung beruht auf einer Realität, denn das Stück entstand, als der Autor selbst miterlebte, wie eine Mutter mit einem behinderten Kind aus einer Gastwirtschaft geworfen wurde. In dem berührenden Volksstück geht es um einen jungen Bauernburschen (Matthias Lechner), der aufgrund seiner Behinderung von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen wird.

Harter Alltag in den 70er-Jahren
Für seine Mutter (Alex Stürzer) ist der Junge mit geistiger Behinderung nur eine Belastung und ein Nichtsnutz im harten Arbeitsalltag der 70er-Jahre. In einem alten Knecht (Harry Filipitsch) findet er nicht nur einen Aufpasser, sondern auch einen herzensguten Mentor.

Das Stück zeichnet aber auch die Geschichte einer Mutter auf, einer unterdrückt und lieblos gewordenen Bäuerin, der der Bauer ein Schuldbewusstsein eingeflößt hat. Und es ist die Tragödie eines fürsorglichen Alten, der sich liebevoll des Jungen annimmt und ihm die Welt jenseits der feindseligen Ortsgemeinschaft zeigt.

Das Stück gibt zugleich einen realen Einblick in den harten Arbeitsalltag der 70er-Jahre. Es zeigt die grausige Wirklichkeit menschlicher Gemeinschaften mit Verletzungen, Vorurteilen und Vorverurteilungen, die Menschen entzweien, Herzen brechen und schlimm enden.

Weitere Mitspieler: Bürgermeister (Klaus Lechner), Bedienung (Sonja Niedermaier), Gast Lois (Stefan Schmaderer), Gast Adi (Roman Jedlicka), Schorsch (Michael Lechner), Tourist (Stephan Niedermaier), Frau des Touristen (Lisa Schuller). Souffleuse ist Annalena Jedlicka. Die Regie führte wieder Klaus Bauer, für Technik und Bühne waren wie gewohnt Stephan Niedermaier und Stefan Strauß zuständig.